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Berufsorientierung und (die Vermittlung von) Berufsberatung am Geschwister-Scholl-Gymnasium

Das Geschwister Scholl Gymnasium sieht sich in der Verantwortung, seinen Teil dazu beizutragen, dass die Schülerinnen und Schüler (SuS) dieser Schule im Anschluss an ihre Schullaufbahn ihre „richtige Arbeit“ finden. Unmittelbar mit diesem Findungsprozess verknüpft ist das Ziel, die SuS für das Berufsleben zu qualifizieren. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, dienen diese beiden Instrumente als grundlegende Pfeiler des Konzepts:  Der Runderlass des MSW und das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss"

 

Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung zur Berufs- und Studienorientierung vom 21.10.2010

„Im Rahmen der Berufs- bzw. Studienorientierung sollen junge Menschen befähigt werden, eigene Entscheidungen im Hinblick auf den Übergang ins Studium oder Erwerbsleben vorzubereiten und  selbstverantwortlich zu treffen. (...) Dazu sollen Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt und ggf. den Hochschulbereich vermittelt, Berufs- und Entwicklungschancen aufgezeigt und Hilfen für den Übergang in eine Ausbildung, in weitere schulische Bildungsgänge oder in ein Studium gegeben werden. (...) Im Sinne individueller Förderung sollen Schülerinnen und Schüler den Übergang von der Schule in den Beruf oder das Studium verstärkt als Anschluss und nicht als Abschluss erleben.“

 

Neues Überganssystem Schule-Beruf in NRW des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW vom 31.01.2012

 „Alle Schülerinnen und Schüler sollen in Verbindung mit ihrem Schulabschluss eine realistische Anschlussperspektive entwickeln, um sich möglichst gezielt eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte berufliche Existenz aufbauen zu können. Damit sollen alle Potenziale genutzt werden, um den Bedarf an Fachkräften abzudecken."

 

Ein Schwerpunkt unseres Schulprofils: Berufsorientierung

Zu den Aufgaben von allgemeinbildenden Schulen wie dem Geschwister-Scholl-Gymnasium gehört es auch, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung zu unterstützen, ihnen in diesem Sinne dabei zu helfen, ihre Stärken und Interessen zu erkennen und weiterzuentwickeln, sie zu ermutigen und dabei zu unterstützen, praxisnahe Einblicke in Studiengänge und Berufe zu erhalten und Anschlussmöglichkeiten zielgerichtet in den Blick zu nehmen.

Verschiedene Projekte und Elemente der Berufsorientierung haben am GSG Unna schon eine lange Tradition und werden von vielen Lehrerinnen und Lehrern mit viel Engagement organisiert, durchgeführt und begleitet und weiterentwickelt.

Im Rahmen des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss- Übergang Schule - Beruf NRW"  wird in der Jahrgansstufe 8 eine Potentialanalyse durchgeführt. Im zweiten Halbjahr bekommen die SuS bei der Berufsfelderkundung an drei Tagen unterschiedliche Einblicke in die berufliche Praxis von selbstgewählten Unternehmen und Firmen.

In der Jahrgangsstufe 9 nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem "Bewerbungstraining" teil, das von einer ortsansässigen Krankenkasse (AOK) angeboten wird. Dabei erhalten sie von geschulten Moderatoren sowohl theoretische als auch praktische Einblicke in das Thema "Wie bewerbe ich mich richtig?". Ebenfalls in der Jahrgangsstufe 9 können die Schülerinnen und Schüler an einem Sozialpraktikum teilnehmen. Das Praktikum wird intensiv und gemeinsam vor- und nachbereitet. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei verschiedene Einrichtungen in Unna kennen. Wenngleich der Schwerpunkt des Sozialpraktikums soziales Engagement ist, erhalten die Schülerinnen und Schüler viele Einblicke in verschiedene Berufe und den Berufsalltag in sozialen oder pädagogischen Einrichtungen.

In der Jahrgangsstufe 10 findet auch das zweiwöchige Berufspraktikum statt. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren dabei ein zweiwöchiges Praktikum in regional ansässigen Betrieben, Unternehmen oder Einrichtungen, in Einzelfällen mit besonderen Absprachen auch im Bundesgebiet oder im Ausland. Die Schülerinnen und Schüler werden in den regional ansässigen Betrieben, Unternehmen oder Einrichtungen von einer Betreuungslehrerein oder einem Betreuungslehrer besucht, der auch als Ansprechpartner in dieser Zeit zur Verfügung steht.

In der Jahrgangsstufe 11 erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen und Einblicke in die verschiedenen Möglichkeiten der Weiterbildung und Berufsausbildung von einem Berufsberater von der Agentur für Arbeit, der dafür in die Schule kommt. Ein besonderes Angebot für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 ist die (freiwillige) Teilnahme an einem umfangreichen Persönlichkeits- und Eignungstest, der an einem Vormittag in der Schule durchgeführt wird. Die Auswertung erfolgt professionell durch das geva-Institut und soll den Schülerinnen und Schülern bei der schwierigen Entscheidung der Berufswahl helfen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 findet alle zwei Jahre im Februar eine Berufsinformationsbörse statt. Im Rahmen der Infoveranstaltung können sich die Schülerinnen und Schüler individuell über bestimmte Berufe (die sie im Vorfeld bei der Anmeldung als Wünsche angeben können) von Vertretern aus der Praxis informieren und beraten lassen.