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Erdkundekurse der Jahrgangsstufe 10 besuchen Bioenergiepark Saerbeck

Im letzten Quartal des Erdkundeunterrichts in der Jgst. 10 geht es um das große Thema "Energie". Im deutschsprachigen und im bilingualen Erdkundeunterricht befassen sich die Schüler(innen) dabei mit verschie- densten Formen der Energiegewinnung. In der Regel findet dieser Unterricht anhand von Fallstudien im Kursraum statt.

Gerade die Energiegewinnung mit regenerativen Energien lässt sich aber viel besser verstehen, wenn man echte, funktionstüchtige Anlagen aus nächster Nähe studieren kann: Am 21. Juni haben haben zwei Erdkundekurse der Jgst. 10 den Bio-Energiepark in Saerbeck besucht und dabei verschiedene Möglichkeiten der ökologisch nachhaltigen Energiegewinnung vor Ort kennengelernt.

 

 

Die auf den ersten Blick unscheinbare Gemeinde Saerbeck hat vor einigen Jahren mit ihrem Energiewandel-Konzept einen landesweiten Wettbewerb gewonnen. Mit dem Preisgeld wurden im und um das Dorf Projekte zur Förderung von erneuerbaren Energien unterstützt, die letztendlich Saerbeck in eine komplett mit erneuerbarer Energien versorgte Gemeinde verwandelt haben. Die Schüler(innen) der beiden Erdkunde-Kurse besuchten das wohl größte, effizienteste und auch aufwändigste Energie-Projekt der Gemeinde, den wenige Kilometer vom Ortskern entfernten Bio-Energiepark. Dort konnten sie verschiedene und zum Teil spektakuläre Arten der erneuerbaren Energiegewinnung kennenlernen und diese auch miteinander vergleichen.


Nach einem kurzen Treffen beider Kurse in der Angestelltenkantine des Energieparks und einer Einführungsveranstaltung der Energiepädagogen teilten sich die beiden Kurse wieder auf, um den Energiepark auf zwei unterschiedliche Weisen zu erkunden. Während der bilinguale Erdkundekurs unter der Leitung von Herrn Spigiel zunächst in einer eineinhalbstündigen Führung den Park erkunden durfte, blieb der von Herrn Papenburg begleitete Kurs während dieser Zeit in den Versuchsräumen und Laboratorien im Erlebniszentrum, um die verschiedenen Arten der Energiegewinnung näher zu untersuchen. In Kleingruppen experimentierten sie an diversen Stationen zu Themen wie Windkraft, Solarkraft, Solarthermie oder auch zur Effizienz der unterschiedlichen Energieträger.


Die Bili-Schüler(innen) bekamen bei ihrem Rundgang die Möglichkeit, durch den Fuß eines funktionstüchtigen Windrades zu gehen. Dabei konnten sie nicht nur die enorme Höhe des gewaltigen Turms bestaunen, sondern auch die reichlichen Hintergrundinformationen über die Funktionsweise der Windräder von Experte Peter Engler. „Klar, der Wind ist nur weiter oben, deswegen  werden die Windräder auch immer größer“, erklärte Engler die vielen verschiedenen Arten von Windrädern, die es derzeit auf dem Markt gibt. Anschließend stand auch ein Rundgang durch die Kompostier- und Biogas-Anlage auf dem Programm, bei der die Schüler(innen) dieVerwertung von Bioabfällen beobachten konnten. Und dies mit allen Sinnen: Die Gerüche rund um die Anlage und vor allem die der Dämpfe in der Anlage werden den Schüler(inne)n wohl noch eine Weile in Erinnerung bleiben…


Zum Abschluss der Rundfahrt durch die Anlage wurden die Schüler(innen) mit einem Bus mitten im gewaltigen Solarpark abgesezt. Der ist auf den schrägen, nach Süden ausgerichteten Decken der alten Bunkeranlage aufgebaut worden. Zunäscht konnten die Schüler(innen) einen der alten Waffenbunker von innen besichtigen, anschließend gab es die Möglichkeit, vom Dach eines Bunkers einen Blick über die große Solaranlage zu werfen.
Im zweiten Teil des Vormittags tauschten die beiden Kurse, sodass am Ende alle Schüler(innen) in den Genuss der Experimente und der Führung kamen. Anschließend ging es mit viel neuem und wertvolles Wissen im Gepäck zurück nach Unna.


Exkursionen sind ein fester Bestandteil des Erdkundeunterrichts am GSG und werden nach Möglichkeit in allen Jahrgangsstufen durchgeführt. Die Vorbereitung dieser Exkursion haben Herrn Spigiel und Herr Papenburg übernommen.