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Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist eine Schule ohne Rassismus aber mit Courage!

Seit dem Schuljahr 2012/2013 ist das Geschwister-Scholl-Gymnasium auf Initiative der GSG-Schülervertretung und unter der Schirmherrschaft der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde „haKochaw“ für den Kreis Unna, Fr. Alexandra Khariakova, offiziell eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Eine schulische Arbeitsgruppe "SoR/SmC" erarbeitet mit dem betreuenden Lehrer Herrn Scholle Projekte und Aktionen und entwickelt das Konzept für das GSG weiter.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SoR/SmC) ist ein bundesweites Projekt von und für SchülerInnen. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Die teilnehmenden Schulen bilden das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 1270 Schulen an, die von rund einer Million SchülerInnen besucht werden (Stand: Juli 2013).

 

 

Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllt: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und lehren (SchülerInnen, LehrerInnen und technisches Personal) verpflichten sich, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Aktionen zum Thema, z.B. Projekttage durchzuführen. Dazu unterzeichnen sie die folgenden drei Versprechen:

  1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig einander zu achten.
  3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Der so zu erlangende Titel ist jedoch kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und unser Umfeld.

Im Fokus steht dabei allerdings nicht nur die Arbeit gegen Rassismus. Auch Diskriminierung aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung sollen bekämpft werden. Darüber hinaus wenden wir uns gegen alle totalitären und demokratiegefährdenden Ideologien.

Auf der Homepage von SoR-SmC findet man eine Fülle von weiteren Informationen zur Arbeit und den Aktivitäten der Schulen. Für Fragen stehen die Mitglieder der GSG-Arbeitsgemeischaft "SoR/SmC" (siehe unten) und der betreuende Lehrer am GSG, Herr Scholle, sowie die Landeskoordinatorin und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeskoordination (Kontaktdaten) zur Verfügung.